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2018-01-22 | Förderprogramme

Die Forschungsprämie – oder wie Sie 14% Ihrer F&E Aufwendungen zur bekommen

Auch wenn es bei aller Bürokratie rund um das Thema Forschung und Entwicklung in Österreich nicht immer so offensichtlich ist: Heimische Unternehmen die F&E betreiben werden vom Staat tatsächlich spürbar gefördert und entlastet. So wurde im Jahr 2013 beinahe eine halbe Milliarde Euro über die Forschungsprämie an die heimische Wirtschaft ausbezahlt! Wir zeigen Ihnen wie auch Sie 14% Ihrer Forschungsausgaben zurück bekommen!

Forschungsprämie beantragen

Wer kann die Forschungsprämie beantragen?

Grundsätzlich gilt, dass jedes in Österreich ansässige Unternehmen, unabhängig von Branche und Größe, das F&E Leistungen selbst erbringt oder an Dritte vergibt, die Voraussetzungen erfüllt. Die meisten unserer Kunden würden sich selbst jedoch nicht als Forschungsunternehmen bezeichnen bzw. sehen in ihrer Tätigkeit auch nur einen geringen F&E Anteil. Dennoch liegen häufig die Voraussetzungen für die Forschungsprämie vor. Ein genauerer Blick zeigt jedoch, dass viele unserer Kunden Prototypen entwickeln, Verfahren verbessern, Pilotanlagen installieren oder an neuen, innovativen Produkten arbeiten und damit Anspruch auf die Forschungsprämie haben. Die Chancen stehen also gut, dass auch Ihr Unternehmen von der Forschungsprämie profitieren kann.

 

Was kann gefördert werden?

Hier ist grundsätzlich festzuhalten, dass sowohl eigenbetriebliche, als auch an Dritte (Auftragsforschung) vergeben Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten gefördert werden können:*

  • Von eigenbetrieblicher F&E spricht man dann, wenn die F&E Leistungen von einem inländischen Unternehmen selbst (also mit dessen Personal) erbracht werden.
  • Von Auftragsforschung spricht man, wenn ein heimisches Unternehmen einen F&E Auftrag an einen Dienstleister (Forschungseinrichtung oder Unternehmen) mit Sitz der EU vergibt.

Der Begriff Forschung und Entwicklung ist in den zugehörigen Grundlagendokumenten genau definiert. In der Praxis lässt sich jedoch sagen, dass F&E im Sinne der Forschungsprämie dann vorliegt wenn:

 

  • Neuentwicklungen von Produkten bis zum Prototypenstatus durchgeführt werden
  • Pilotanlagen zu Test- und Demonstrationszwecken von Prototypen errichtet werden
  • Neue Produkte und Verfahren entwickelt werden
  • Wesentliche Weiterentwicklungen bzw. Verbesserungen von Produkten und Verfahren verfolgt werden
  • Durch experimentelle Entwicklung neue Erkenntnisse gewonnen werden

 

Wie wird die Forschungsprämie beantragt?

Die Beantragung der Forschungsprämie erfolgt in zwei Schritten:

  • Antrag an das zuständige Finanzamt: Dieser kann nach Ablauf eines Wirtschaftsjahres gemeinsam mit der Steuererklärung eingereicht werden und enthält die Kosten, die für die Forschungsprämie geltend gemacht werden. Wir empfehlen dringen hier mit Ihrem Steuerberater Kontakt aufzunehmen.
  • Neben dem Antrag heim Finanzamt ist zusätzlich ein Gutachten der FFG (Forschungs- Förderungs-Gesellschaft) notwendig, in dem bestätigt wird, dass das eingereichte Vorhaben den Kriterien für F&E entspricht. Es können dabei bis zu 20 Projekte bzw. Schwerpunktthemen beantragt werden. Das Gutachten wird auf Basis von rein textlichen Beschreibungen (keine Bilder oder Grafiken) erstellt. Gerne unterstützen wir Sie bei der Textierung!

 

Was man sonst noch über die Forschungsprämie wissen muss

  • Die Forschungsprämie wird als Gutschrift auf dem Abgabenkonto des antragstellenden Unternehmens verbucht.
  • Die Zuerkennung ist auch bei negativen Forschungsergebnissen möglich
  • Für die meisten Unternehmen liegt die größte Herausforderung darin, ihre F&E Tätigkeit kompakt und verständlich darzustellen – wir helfen Ihnen gerne – kontaktieren Sie uns!