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2018-01-05 | Förderprogramme

FFG Innovationsscheck – die F&E Abteilung auf Zeit

Was ist ein Innovationsscheck?

Der Innovationsscheck unterstützt kleine Unternehmen ohne eigene F&E Abteilung finanziell beim Zukauf von Forschungsdienstleistungen. Er stellt also eine sehr einfache und niederschwellige Option dar, wissenschaftliches Know-How für eigene Innovationsvorhaben zu nutzen, ohne eine eigene F&E Abteilung aufzubauen. Auch ist es nicht notwendig, eine langfristige (und kostenintensive) Kooperation mit einer Forschungseinrichtung einzugehen.

FFG Innovationsscheck

Wie hoch ist die finanzielle Unterstützung?

Das schöne beim Innovationsscheck ist, dass es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss handelt. Es gibt aktuell zwei Varianten. Bei der kleineren wird ein Zuschuss von EUR 5.000,– gewährt. Bei der größeren sind es sogar EUR 10.000,–, dann allerdings gibt es einen Selbstbehalt (was bedeutet, dass die Gesamtkosten mindestens EUR 12.000,– betragen müssen und somit ein Selbstbehalt von EUR 2.000,– vom Antragsteller selbst zu tragen ist). Das sind keine riesigen Summen, viele unserer Kunden hab damit aber gerade in der Frühphase eines Innovationsvorhabens gute Erfahrungen gemacht. Denn gerade am Beginn, wenn die Motivation hoch ist, neigt man dazu, die Risiken und Schwächen der eigenen Idee auszublenden. Die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen kann hier ausgesprochen wertvoll sein!

 

Welche Vorhaben und Kosten sind förderbar?

Gefördert werden bspw. die Entwicklung von innovativen Konzepten, Vorarbeiten für geplante Innovationsvorhaben mit F&E Charakter, Prototypenentwicklung, Technologietransferanalyse und Analysen zum Innovationspotential im Unternehmen. Wichtig es jedoch, dass die Leistungen immer von heimischen Forschungseinrichtungen (Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen) erbracht werden müssen. Nur deren Kosten können mit dem Innovationsscheck gedeckt werden. Eigene Kosten (Personal, Material, etc.) sowie Kosten für Unternehmen oder Berater sind nicht förderbar. Die FFG bietet eine Datenbank in der geprüft werden kann, ob der geplante Forschungspartner zulässig ist: https://www2.ffg.at/partnerdatenbank_innovationsscheck/index.php?mo=2&file=search.php

 

Wie funktioniert die Beantragung

Für Details zur Beantragung gibt’s einen eigenen Blogeintrag: In 5 Schritten zum Innovationsscheck

Wers gerne persönlich mag oder die Beantragung lieber Profis überlässt und sich auf sein eigenes Kerngeschäft konzentrieren möchte, kann sich gerne bei uns melden und ein kostenloses Vorgespräch vereinbaren (dafür sind wir ja schließlich da).

 

Beispiel aus der Praxis gefällig?

Ein neu gegründetes Unternehmen aus dem Tiroler Wipptal beschäftigt sich der Verbesserung von Lawinenlageberichten. Obwohl im Unternehmen ausgewiesene Experten in Sachen Lawinen- und Schneekunde vorhanden sind, wurde mit der Unterstützung durch den Innovationsscheck die Universität Innsbruck mit der Entwicklung von „sichtbaren Kriterien an der Schneeoberfläche“ beauftragt, an Hand derer sich die lokale Lawinenlage noch präzisier vorhersagen lässt.  Mittlerweile ist daraus ein APP entstanden das in zahlreichen namhaften Skiregionen im Alpenraum zum Einsatz kommt und das Unternehmen konnte damit sogar den Tiroler Innovationspreis für sich entscheiden – nicht zuletzt auch auf Grund der frühzeitigen Kooperation mit den Wissenschaftlern.

 

Und sonst?

Gut zu wissen ist auch noch, dass Innovationsschecks nur bei Forschungseinrichtungen eingelöst werden können, mit denen das Antragstellende Unternehmen in den vergangenen 5 Jahren keine Vertragsbeziehung hatte. Und natürlich gibt’s auch ansonsten noch eine Vielzahl von Regeln und Kriterien die es zu beachten gilt. Daher mein Tipp: Kontaktieren Sie uns einfach und vereinbaren Sie ein kostenloses Beratungsgespräch bei dem wir detaillierter und individuell auf Ihr Vorhaben und Ihr Unternehmen im Kontext der FFG Innovationsschecks eingehen können