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2018-01-01 | Förder Know-How

Schon wieder eine Absage – die 5 häufigsten Fehler bei Förderanträgen!

Wir bekommen bei unserer täglichen Arbeit eine Vielzahl von „selbst gestrickten“ Förderanträgen zu sehen. Die meisten davon wurden vom Fördergeber abgelehnt und die Antragsteller sind verwundert, dass ihre „tolle Idee“ einfach so als nicht förderwürdig abgetan wird. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch meist, dass die Antragsteller so von ihrer Idee und ihrem Vorhaben überzeugt sind, dass sie einige der Grundregeln in Sachen Förderantrag nicht berücksichtigen. Wir haben in unserer Schatzkiste gegraben, nicht erfolgreiche Anträge genau analysiert und daraus die 5 häufigsten Fehler abgeleitet:

Fehler Förderantrag

 

1. Eine Idee ist nur so gut wie sie kommuniziert wird

Eine Idee zu haben ist eine Sache – sie in einem Förderantrag auf wenigen Seiten so auf den Punkt zu bringen, dass sie von einer Jury verstanden wird ist aber eine ganz andere Geschichte. Auch wenn es oft anders gesehen wird: Ein Förderantrag ist keine Diplomarbeit, bei der jedes Detail beschrieben wird und kaum ein Absatz ohne Angabe der Quelle frei formuliert werden kann. Vielmehr geht es bei einem Förderantrag darum, eine komplexe Idee und deren Umfeld so zu beschreiben, dass auch Nicht-Experten sofort verstehen worum es geht und was die Idee so toll und einzigartig macht. Häufig stecken die Erfinder und Entwickler viel zu tief im Thema und sind damit kaum mehr in der Lage einen guten Förderantrag zu verfassen. Ein Blick von außen kann hier Gold wert sein.

 

2. New to Company ≠ New to Market

Nur weil sie etwas für sie neu und innovativ halten, bedeutet das nicht, dass nicht schon jemand anders auf der Welt das gleiche gemacht hat. Neuheit und Innovation sind in einem Förderantrag (zumindest in den meisten Fällen) auf den Gesamtmarkt bezogen und nicht auf das Unternehmen. Um es etwas plakativer darzustellen: Ein Antrag zur „Entwicklung eines Handys mit Touchscreen und Kamerafunktion“ mag für ihr Unternehmen eine große Herausforderung bzw. Innovation und mit hohem Risiko verbunden sein, aber für den Gesamtmarkt ist es ein alter Hut. Und alte Hüte werden nicht gefördert. Hier heißt es kritisch bleiben, hinterfragen und recherchieren.

 

3. Guter Förderantrag trifft falsche Förderschiene

Ein weiterer Klassiker unter den Fehlern! Gute Idee, guter Antrag und dennoch eine Absage! Hier ist es häufig so, dass der Antrag schlicht nicht zum Förderprogramm passt. Ein Förderprogramm das auf Projekte im Bereich Hochtechnologie ausgerichtet ist, wird wohl kaum einen Handwerker fördern (auch wenn dieser aus seiner Sicht so etwas wie „Hochtechnologie“ betreibt). Auch wenn die Rahmenbedingungen (Förderquote, etc.) noch so attraktiv sind, gilt es, sein Vorhaben ehrlich und kritisch hinsichtlich der geplanten Ausschreibung zu durchleuchten.

 

4. Richtige Antwort auf die falsche Frage

Die Ausschreibungen für Förderungen werden von Profis entwickelt und geplant. Und auch wenn so mancher beim ersten „drüber fliegen“ glaubt, dass der Antrag eh ganz leicht auszufüllen ist, so kann das täuschen. Die Fragen sind zwar kurz und knapp formuliert, jedoch wird eine ebenso präzise Antwort erwartet. Häufig gibt es zusätzlich eine „Ausfüllhilfe“, in der detaillierter beschrieben wird was sich die Jury von den Fragen erwartet. Eine der größten Fallen lauert meist bereits ganz am Beginn des Antrags, wenn es darum geht, die Ausgangslage, Problemstellung und Ziele zu erläutern. Anstatt diese drei Aspekte konkret zu benennen, findet sich an dieser Stelle meist eine Zusammenfassung des Vorhabens oder aber eine ganze Reihe von Argumenten und Begründungen warum das Projekt förderwürdig sein soll. Und auch wenn das alles richtig ist und stimmt – es beantwortet nicht die gestellte Frage! Scheuen Sie sich nicht Profis in die Erstellung eines Förderantrages einzubinden! Diese kennen die Anforderungen und haben genügen erfolgreiche Beispiele auf Lager, von denen auch Sie profitieren können!

 

5. Die vernachlässigte Finanzplanung im Förderantrag

Die gesamte Konzentration gilt oft dem inhaltlichen Förderantrag – die zugehörige Finanzplanung erfolgt oft erst kurz vor der Abgabe und ist dementsprechend wenig durchdacht bzw. (noch schlimmer) passt nicht zum inhaltlichen Teil des Antrages. Nachfolgend einige Aspekte die häufig nicht stimmig dargestellt werden:

  • Unglaubwürdiges Verhältnis von Projektmanagementkosten zu Gesamtprojektkosten
  • Verhältnis von eigenen Personalkosten und Drittkosten ist nicht stimmig
  • Finanzierung der Förderlücke ist nicht klar(belegbar) dargestellt
  • Stundensatz der Mitarbeiter weicht zu stark vom Schnitt ab
  • Sachkosten und Reisekosten haben keinen inhaltlichen Bezug zum Projekt
  • Gesamtkosten passen nicht zum beschriebenen Vorhaben

 

Was tun?

Ganz einfach! Engagieren Sie Profis für ihren Förderantrag! Diese haben große Erfahrung darin, einen Förderantrag angemessen aufzubauen und zu formulieren, wissen wo und wie man Hintergrundinfos zu Markt und Konkurrenz findet, sind in der Lage die richtige Förderschiene für Ihr Vorhabe zu identifizieren, wissen was die Jury hören/sehen will und kennen die (oft komplexen) Formulare bei der Finanzplanung sowie die Fallstricke die dort auf den Antragsteller warten. Also! Zögern Sie nicht und vereinbaren Sie hier ein kostenloses Vorgespräch mit senkrechtstarter.at!