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2018-03-15 | Förderprogramme

Ihr einfacher Start in die Welt der Förderungen – Die Initiativförderung Tirol

 

Die Initiativförderung Tirol ist wohl eine der zugänglichsten Förderschienen überhaupt. Sie ist auf die erste Phase unmittelbar nach der  Idee ausgelegt: Die Analse und Überprüfung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit bzw. Sinnhaftigkeit von Projektideen. Konkret haben sich zwei unterschiedliche Schwerpunkte herauskristallisiert:

 

  • Machbarkeitsstudien mit Ergebnis Lastenheft: Die Idee ist eine Sache. Bevor diese aber zu einem erfolgreichen Produkt werden kann, sollten die potentiellen Kunden bzw. Nutzer  eingebunden werden, um deren Bedürfnisse und Wünsche, aber auch deren Abläufe,  Prozesse und Potentiale kennenzulernen. Nur so ist es möglich anschließend einen erfolgreichen Produktentwicklungsprozess zu planen und  umzusetzen.
  • Machbarkeitsstudien mit Ergebnis Funktionsmuster: Sind die konkreten Kundenanforderungen bereits bekannt, so geht es dann oft darum, die grundlegende technische Machbarkeit zu prüfen bzw. zu belegten. Auch hier ist die Initiativförderung genau das richtige Instrument. Der Vorteil: Als Ergebnis muss kein vorserienreifer Prototyp entstehen, sondern vielmehr ein Funktionsmuster das grundlegende Eigenschaften oder Fähigkeiten des geplanten Produktes belegt (oder aber auch widerlegt).

Intitiativförderung Tirol

Daneben sind aber auch Vorprojekte für großangelegte Förderschienen, Projekte zur Anbahnung für andere Innovations- und Technologieprojekte (bspw. FFG, H2020,  etc.) sowie Projekte zu Bearbeitung von Fragestellungen im Bereich Patentrecherche und Patentpotential förderbar. Wir stehen auch zu diesen Möglichkeiten gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung – kontaktieren sie uns einfach!

Thematischer Schwerpunkt

Die thematischen Schwerpunkte dabei sind derzeit vor allem Life Sciences, Mechatronik, Erneuerbare Energien, Informationstechnologie, Wellness, Holz und Tourismus, Kreativwirtschaft, Materialwissenschaften  und Alpintechnologie.

 

Für wen ist die Initiativförderung Tirol geeignet?

Die Initiativförderung des Landes Tirol steht KMU der gewerblichen Wirtschaft (also mit aufrechter Gewerbeanmeldung)  mit Firmensitz in Tirol offen. Zudem sind auch der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten  antragsberechtigt sofern es sich um KMU mit Unternehmensstandort Tirol handelt. Besonders spannend: Initiativprojekte können auch von neu gegründeten Einzelunternehmen beantragt werden und stellen somit eine ideale Plattform für die niederschwellige Realisierung von spannenden Ideen dar.

 

Wie hoch ist die Förderquote?

Initiativprojekte bieten eine Förderquote von max. 75% bei einer Förderbemessungsgrundlage von EUR 8.000,–. Zusätzlich können Prämien für gendersensible Maßnahmen (max. 5% der Förderbemessungsgrundlage) sowie für den Einsatz von Arbeitnehmerinnen bei der technologischen Umsetzung des Projektes (max. 5% der Förderbemessungsgrundlage) beansprucht werden. In Summe ist so eine Förderung von maximal EUR 6.800,– in Form eine Einmalzuschusses möglich.

 

Wie lange ist die Laufzeit bei der Initiativförderung Tirol?

Die maximale Laufzeit eines Initiativprojektes beträgt 9 Monate.

 

Welche Kosten werden anerkannt?

Im Zuge eines Initiativprojektes können neben den eigenen Personalkosten (inkl. jenen von mitarbeitenden Gesellschaftern) auch Materialkosten sowie Drittkosten abgerechnet werden.

 

 

Und sonst?

Grundsätzlich hat sich gezeigt, dass dabei vor allem  Ideen für eigenständige Produkte und dienstleistungsnahe Produkte gefördert werden. Die Förderung von reinen Dienstleistungen hat sich als wenig Chancenreich herausgestellt.  Zudem zeigt sich auch, dass ein erfolgreich abgewickeltes Initiativprojekt die Chancen eines darauf aufbauenden FEI bzw. FEI Kooperationsprojektes  (dazu später in einem eigenen Artikel mehr) steigern – um eine formale Voraussetzung handelt es sich dabei jedoch nicht.